Dr. Anna Mandozzis ultimativer Vitalpilzratgeber

Chaga, Reishi und Co.: Alles über Vitalpilze

Vitalpilze sind das “neue” Superfood: Reishi, Cordyceps, Lion’s Mane, Chaga, Polyporus, Shiitake, Maitake –  sie alle zeichnen sich durch ihre besonderen und gesundheitsfördernden Eigenschaften aus. Als Pulver oder Extrakt können sie zur Behandlung von Beschwerden, aber auch zur Behandlung von chronischen wie akuten Erkrankungen eingesetzt werden.

Mittlerweile gibt es zudem eine breite Palette an Adaptogen wirkenden (Genuss-)Lebensmitteln mit Vitalpilzen von Anbietern wie zB. Four Sigmatic oder Moon Juice. Und natürlich gibt es auch die reinen Pilze in Pulver- und Kapselform. Die medizinische Forschung zur Wirkung dieser genialen Pilze steht in Mitteleuropa noch ganz am Anfang. Anders als etwa im asiatischen Raum sind Vitalpilze daher vielen Menschen in Europa relativ unbekannt. Dabei kann eine Mykotherapie — so nennt man die medizinische Behandlung mittels Vitalpilzen — oftmals eine effektive Alternative oder auch Ergänzung zur konventionellen Therapie darstellen. Dieser Vitalpilzratgeber gibt eine erste Orientierung und einen Überblick über die wichtigsten Vitalpilze.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was sind Vitalpilze?
  2. Woher kommt die Tradition der Vitalpilze?
  3. Wofür werden Vitalpilze verwendet?
  4. Wie wählt man das geeignete Pilzpräparat aus?
  5. Ein Überblick über die bekanntesten Vitalpilze
    1. Reishi
    2. Cordyceps
    3. Lions’s Mane – Hericium
    4. Chaga
    5. Agaricus Blazei Murril (ABM)
    6. Polyporus Umbellatus
    7. Maitake
    8. Shiitake
    9. Auricularia
  6. FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Vitalpilzen
  7. Quellen

Was sind Vitalpilze?

Pilze – und darunter auch die kleinere Gruppe der Vitalpilze – gehören zu den spannendsten Geschöpfen dieser Welt. Im Laufe der gesamten Menschheitsgeschichte waren Pilze immer schon gleichermaßen gefürchtet wie begehrt. Zum einen können sie uns Menschen als Giftproduzenten gefährlich werden. Zum anderen sind sie essentiell und Vorbild bei der Herstellung lebensnotwendiger Medikamente wie dem Antibiotikum Penicillin oder werden als nährstoffreiches Lebensmittel konsumiert. Außerdem könnten 80 bis 90 % der für uns so lebensnotwendigen Pflanzen ohne Pilze gar nicht erst wachsen, wenn es keine Pilze gäbe!

Vitalpilze sind eine eng definierte Gruppe innerhalb der Pilze.
Vitalpilze:

  • sind nicht giftig, also essbar. Ein Überdosieren ist nicht möglich.
  • verursachen keinen Gewöhnungseffekt im Körper
  • stärken das Immunsystem
  • wirken antioxidativ
  • haben keine Nebenwirkungen
  • regulieren den Fettstoffwechsel
  • haben eine besonders hohe Nährstoffdichte
  • wirken adaptogen
  • wirken antitumoral
  • gehören zu den ältesten und am besten studierten Naturheilmitteln der Welt.

Dazu muss man wissen, dass es im Naturheilkunde-Bereich mehr Studien zu Pilzen als zu Pflanzen gibt!

Man geht davon aus, dass es Pilze bereits seit etwa 1800 bis 2000 Millionen Jahren gibt. Gemeinsam mit Bakterien gehören sie zu den ältesten Lebewesen der Erde. Ursprünglich lebten sie im Meer und fassten irgendwann an Land Fuß. Dort ermöglichten sie dann schließlich pflanzliches und in weiterer Folge menschliches Leben.

Übrigens sind Pilze weitaus engere Verwandte von uns Menschen, als es die Pflanzen sind. So teilen wir uns beispielsweise mit dem Hefepilz rund 30 % derselben Basispaarketten unserer DNA. Daher wirken Pilze beim Menschen auch so gut und oft besser als Pflanzen. Pilze können sogar DNA verändern oder reparieren!
Pilze sind nicht Mensch, Tier oder Pflanze, sondern ihre eigene Kategorie. Und wegen der großen Nähe zu den Tieren stufen Mykospezialisten die Vitalpilze als nicht vegan ein!

Als Nahrungsmittel hat sich der Pilz als besonders nahrhaft erwiesen. Ernährungsexperten raten dazu, ihn mindestens zwei Mal pro Woche auf den Speiseplan zu setzen. Bei Vitalpilzen oder Heilpilzen handelt es sich um Pilzarten, die zahlreiche höchst effektive Inhaltsstoffe aufweisen. Gleichzeitig sind sie kalorienarm und gut verträglich. Sie gelten als die ältesten Naturarzneien und werden im asiatischen Raum bereits seit Jahrtausenden zur Behandlung diverser Leiden eingesetzt, aber auch als Lebensmittel serviert. Vitalpilze helfen dabei, die körpereigenen Regulationsprozesse in Gang zu setzen.

Woher kommt die Tradition der Vitalpilze?

Während in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) Vitalpilze seit tausenden Jahren zum Standardrepertoire gehören, steckt die Mykotherapie in Europa in den Kinderschuhen. Zu Zeiten des antiken Roms war das anders. Steinpilze, Trüffel und Kaiserlinge galten etwa als besonders exquisite Köstlichkeiten, die nur dem Adel vorbehalten waren.

Allerdings kamen Pilze in Mitteleuropa später aufgrund von Vergiftungserscheinungen in Verruf. Ein Problem war außerdem, dass man Pilze nicht einfach kultivieren konnte. Das machte es den Klöstern schwer die Pilzkunde voranzutreiben und man fokussierte sich auf die Plfanzenheilkunde. So geriet das traditionelle Wissen um die Pilze, das zB. Hildegard von Bingen noch praktizierte, nach und nach in Vergessenheit.

Im Osten hingegen ist das Wissen um die Heilkraft von Pilzen immer noch fest im Volkswissen und auch in der praktizierten Medizin verankert. Der Shiitake zB. wird dort schon seit über 1000 Jahren kultiviert. 1974 gab es schließlich den ersten internationalen Mykologie-Kongress in Tokio. Dort stellten Forscher einen im Shiitake enthaltenen Wirkstoff, nämlich Lentinan, als potentes Anti-Krebsmittelmedikament vor. Auf diese Weise wurde das Interesse des Westens wieder geweckt, und Vitalpilze erhalten seitdem auch in Europa immer mehr Beachtung.

Wofür werden Vitalpilze verwendet?

Vitalpilze sind besonders umfassend einsetzbar, von kleineren Leiden oder Unwohlsein bis hin zu ernsten und chronischen Erkrankungen. Besondere Aufmerksamkeit erhalten Vitalpilze  bei der Behandlung verschiedener Krebserkrankungen. In diesem Zusammenhang gibt es wissenschaftliche Studien die zeigen, dass bestimmte Vitalpilze das Tumorwachstum hemmen können. Einige ihrer Inhaltsstoffe finden sich daher sogar schon in vielen Medikamenten, die Schulmediziner im Rahmen von Krebstherapien verschreiben. Positive Effekte zeigt eine Mykotherapie außerdem bei der Behandlung der Nebenwirkungen einer Chemotherapie und in der Nachbehandlung.

Weitere beliebte Anwendungsgebiete der Vitalpilze sind etwa chronische Nervenkrankheiten, Störungen des Immunsystems, Schlafstörungen, Hashimoto, Arthrose, Haarausfall, Diabetes, Migräne oder Akne, Hautprobleme, Stressstörungen uvm. Darüber hinaus können Vitalpilze beispielsweise zur Darmsanierung oder bei psychischen Erkrankungen eingesetzt werden. Wenn man sich das unglaublich breite Anwendungsfeld der Vitalpilze ansieht, findet man fast keinen Bereich, in dem sie nicht eingesetzt werden können!

Wie wählt man das geeignete Pilzpräparat aus?

Hier kommt es auf diese Kriterien an:

  • Ist der Anbieter/Hersteller zertifiziert und geprüft und stellt auf Nachfrage die nötigen Zertifikate zur Verfügung?
  • Enthält das Pilzpräparat einen hohen Polysaccharidanteil?
  • Ist der Preis seriös? Billige Pilzpräparate sollte man sehr vorsichtig betrachten, denn die Kultivierung und Verarbeitung von Vitalpilzen ist aufwendig und daher teuer. Achtung, das bedeutet nicht, dass ein teurer Preis eine Garantie ist!
  • Ist das Produkt selbst bio-zertifiziert?

Der letzte Punkt ist besonders wichtig, da Pilze Schwermetalle, Radioaktivität etc aufnehmen und anreichern, und diese so in unseren Körper gelangen können.

Ein Überblick über die bekanntesten Vitalpilze

Reishi

Der Reishi (Ganoderma lucidum, Ling Zhi, Glänzender Lackporling) ist Alleskönner, der auch der König der Pilze genannt wird. Reishi wird bei allen möglichen Beschwerden eingesetzt. Er wächst für gewöhnlich auf Laubbäumen (meistens Eichenbäume) und ist im Gegensatz zu einigen anderen Heilpilzen kein Speisepilz. Dennoch gibt es zahlreiche Tees und sogar Sirups, Schokolade, Getränke uvm mit Reishi. Auch Grundsätzlich im Sinne des Anwendugngebietes handelt es sich beim Reishi um einen Pilz, der so gut wie immer passt.

  • Effektive Wirkstoffe: über 100 hochwirksame Polysaccharide, die maßgeblich zur Stärkung des Immunsystems beitragen, sowie über 140 antibakteriell wirkende Triterpene
  • Zur Behandlung zahlreicher Erkrankungen wie Krebs, Hepatitis, Bronchitis, Neurodermitis, Immunschwäche, Bluthochdruck, Asthma, bei Allergien sowie bei Schlafstörungen, ADHS und innerer Unruhe einsetzbar
  • Auch bekannt als Pilz des ewigen Lebens, da ihm nachgesagt wird, dass er vor allem schwerkranken Menschen neue Lebenskraft spendet – und daher oft als “Anti Aging”-Pilz eingesetzt
  • Beruhigende und ausgleichende Wirkung
  • Förderung der kognitiven Fähigkeiten
  • Erhöhung der Sauerstoffsättigung in Muskulatur und Blut
  • In der Praxis wird der Reishi ua. eingesetzt für:
    • Herz-Kreislauf-System, u. a. Blutdruckregulierung
    • Schlafprobleme und -störungen
    • Stärkung des Immunsystems
    • begleitende Krebstherapie
    • Erschöpfungszustände, Burn-Out

Cordyceps

Der sogenannte Cordyceps sinensis hat viele Namen, aber den meisten Menschen ist er unter der Bezeichnung Raupenpilz, Tibetischer Raupenkeulenpilz oder Ophiocordyceps sinensis bekannt. Der Grund dafür: Dieser parasitär lebende Schlauchpilz befällt Schmetterlingsraupen und benutzt diese als Wachstumssubstrat. Aus ethischen und hygienischen Gründen versucht man nun, den Cordyceps auf andere Weise zu kultivieren.

  • Wissenschaftlich belegte Linderung der Symptome bei Krebs, Diabetes, Leberschäden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, rheumatoider Arthritis sowie bei Erkrankungen der Nieren und Lunge
  • Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Ausdauer
  • Stärkung des Immunsystems
  • Steigerung der Libido, Aphrodisiak und bei sexuellen Funktionsstörungen
  • Stimmungsaufhellend,
  • Regulierung der Herz- und Lungenfunktionen
  • Muskelregeneration
  • Stärkung des gesamten Organismus nach schweren Erkrankungen sowie nach einer Strahlen- oder Chemotherapie
  • Bei unerfülltem Kinderwunsch für Mann und Frau einsetzbar
  • Kontraindikationen: Bei hormonell bedingten Krebsarten sowie bei hohem Fieber besser nicht anwenden!

Lions’s Mane – Hericium

Lion’s Mane wird im deutschen Sprachraum häufig als Hericium, Löwenmähne, Affenkopfpilz oder Igel-Stachelbart bezeichnet. Im asiatischen Raum ist dieser Vitalpilz, der wie ein langer weißer Bart aussieht, aufgrund seiner einzigartigen medizinischen Eigenschaften seit Jahrtausenden bekannt. Seit den 1950er-Jahren wird er in Shanghai und in anderen chinesischen Regionen kultiviert.

  • Speise- und Heilpilz, der in der TCM vor allem zur Unterstützung von Darm und Leber eingesetzt wird, sowie bei Magen- und Darmproblemen
  • Leistungsstarke Wirkstoffe: alle acht für den Menschen essentiellen Aminosäuren sowie zahlreiche Polysaccharide und Polypeptide sind enthalten
  • Linderung von Beschwerden bei Magen-Darm-Erkrankungen, Cholesterin- und Fettstoffwechselstörungen, Nervenerkrankungen und Störungen des Immunsystems
  • Präventive Wirkung gegen Tumorerkrankungen, insbesondere von Magen-, Darm-, Speiseröhren- und Hautkrebs
  • Verbesserung des psychischen Wohlbefindens bei Befindlichkeitsstörungen während der Wechseljahre, Stress, Schlafstörungen oder Unruhe
  • Keine Nebenwirkungen bekannt
  • Begleitende Behandlung bei Nervenerkrankungen
  • Beruhigung bei Ängsten, innerer Unruhe und Schlafstörungen
  • Modulation des Immunsystems

Chaga

Chaga (der Schiefe Schillerporling) ist in der ostslawischen Volksheilkunde schon seit dem Mittelalter als Heilpilz bekannt. Als Parasit wächst dieser meist über zehn Jahre an Birken und anderen Bäumen, vorzugsweise in Skandinavien und Sibirien. Rein optisch erinnert er an eine dunkle Baumrinde. Traditionell wurden die Chaga-Knollen als Heißwasser-Extrakt getrunken.
Neueste Forschungen zeigen, dass der Chaga einer einer der stärksten antioxidativen Stoffe überhaupt ist.

  • Reich an seltenen Spurenelementen, Vitaminen, Enzymen, Polyphenolen sowie Triterpenen
  • Eines der stärksten Antioxidantien
  • Krebshemmende und zellschützende Wirkung in Laborversuchen bestätigt, daher wird er vorbeugend und begleitend eingesetzt (zB. Melanome, Hirntumore)
  • Linderung der Nebenwirkungen im Zuge einer Chemotherapie
  • Einsatz als allgemeines Tonikum
  • Immunschwäche
  • Idealer Heilpilz zur Behandlung und zum Schutz der Haut, der die Heilung von Wunden, Verbrennungen oder Entzündungen unterstützt, auch zB. bei Psoriasis
  • Stimmungsaufhellende Wirkung, ohne aufzuputschen
  • Entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen chronische Gastritis, Ulcus, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Leaky Gut
  • Antiviral (z.B. Herpes simplex, Hepatitis)

Agaricus Blazei Murril (ABM)

Beim Agaricus handelt es sich um einen eng mit dem Champignon verwandten Speisepilz, der vornehmlich im brasilianischen Regenwald heimisch ist. Dieser Vitalpilz ist insbesondere für seine beeindruckende Antikrebswirkung bekannt. So kann er präventiv oder begleitend zur Behandlung von Tumorerkrankungen eingesetzt werden. Zudem stärkt er nicht nur die körpereigene Abwehr und stabilisiert das Immunsystem, sondern unterstützt darüber hinaus auch die Haut.

  •  Einsatz bei Hautproblemen und Hauterkrankungen (Akne, Schuppenflechte, Neurodermitis etc)
  • Regulation von Blutdruck und Fettstoffwechsel
  • Behandlung von Allergien
  • Verbesserung der Darmfunktionen
  • Unterstützung bei Entzündungen

Polyporus Umbellatus

Polyporus umbellatus, auch Eichhase genannt, wird wegen seiner starken antibakteriellen Wirkung bereits seit über 1000 Jahren als natürliches Antibiotikum genutzt und ist ein Fixum in der TCM. Beheimatet ist der eher mäßig genießbare Speisepilz in den gemäßigten Klimazonen Europas und Asiens. Aufgrund einiger seiner Wirkstoffe hat er sich vor allem als wirksames Mittel gegen Haarausfall einen Namen gemacht. Außerdem kräftigt er die Hautstruktur, reguliert den Blutdruck und fördert die Entwässerung. Ötzi hatte einen Polyporus bei sich!

  • Fördert den Lymphfluss und die Entwässerung
  • Verbessert Haut & Haare
  • Reguliert Blutdruck und das Immunsystem
  • Wird in der Krebsprävention und -behandlung eingesetzt

Maitake

Maitake (Grifola frondosa, auch Klapperschwamm) wächst wild in den Wäldern Ostasiens, Nordamerikas sowie Europas und wird seit den 1980-er Jahren auch als Speisepilz kultiviert. Er gilt aufgrund der enthaltenen Polysaccharide als starkes Antioxidans und wirkt antidiabetisch. Wie viele Vitalpilze eignet sich der Maitake zur Prävention sowie zur begleitenden Behandlung verschiedener Krebserkrankungen. Ebenso kann er zur Reduzierung von Übergewicht sowie bei Osteoporose eingesetzt werden. In seltenen Fällen sind allerdings allergische Reaktionen möglich. Man sagt dem Maitake diese Wirkungen nach:

  • Regulierung von Gewicht, Blutzucker und Blutdruck
  • Immunsystem-stärkend
  • Einsatz als präventives Mittel und auch bei der Behandlung von versch. Krebsarten und während der Chemo- und Strahlentherapie

Shiitake

Shiitake (Lentinula edodes) ist in der TCM seit über 2000 Jahren als König der Pilze bekannt. Wie bereits erwähnt interessiert sich mittlerweile selbst die Schulmedizin für den darin enthaltenen Inhaltsstoff Lentinan. Dieser gilt als sogenannter „biological response modifier“ und hat sich in der Vergangenheit bei der Behandlung unterschiedlicher Tumorerkrankungen bewährt. Ferner stärkt er das Immunsystem und hilft dem Körper dabei, bakterielle oder virale Infekte zu überwinden.

Auricularia

Auricularia (Mu-Err) hat die Form eines menschlichen Ohrs und wird daher auf Deutsch auch Judasohr genannt. Dieser Vitalpilz ist reich an Eisen, Magnesium, Kalium, Phosphor, Silicium sowie an Vitaminen. Im asiatischen Raum wird das Judasohr aufgrund seines hohen Nährstoffgehaltes häufig als Speisepilz verwendet. Oftmals findet der durchblutungsfördernde Heilpilz bei der Behandlung von Blutgerinnungsstörungen oder von Störungen des Herz-Kreislauf-Systems Anwendung. Daneben unterstützt er die körpereigene Abwehr und stärkt die Haut. In der Praxis wird Auricularia auch so eingesetzt:

  • Stärkung des Immunsystems
  • Bei Haut- und Augenerkrankungen

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Vitalpilzen

Wie schnell wirken Vitalpilze?

Abhängig von Dosierung und Präparat können manche Formen sehr schnell (15-20min), oder bei einer Mykotherapie binnen wenigen Tagen oder bis zu 4-6 Wochen bei chronischen Krankheiten erste Wirkung zeigen.
Eine Therapie dauert 3 – 6 Monate, und erst nach dieser Zeit entfalten die Vitalpilze ihre volle Wirkung.

Worauf muss ich beim Kauf der Vitalpilze achten?

Die Qualität von Vitalpilzen ist besonders wichtig. Ein erfahrener Mykotherapeut kennt sich gut aus und kann Präparate empfehlen. Relevant ist eine Zertifizierung des Herstellers selbst und die Zertifizierung des biologischen Anbaus des Pilzes, oder dass die Pilze aus Wildsammlung stammen. Auch der hohe Polysaccharidanteil von 20-30% ist ein Qualitätsmerkmal.

Kann ich meinem Baby oder Kind Vitalpilze geben?

Ja, Vitalpilze sind sogar ab dem Säuglingsalter geeignet! Besonders oft werden Vitalpilze bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis eingesetzt. Es empfiehlt sich die Dosis langsam zu steigern, um die Verdauung an die Pilze zu gewöhnen.

Kann man mehrere Pilze kombinieren?

Ja, und das ist sogar ideal, da sich die Wirkung der Pilze damit gegenseitig ergänzt. Ideal ist die Einnahme von 2-3 Pilzpräparaten.

Helfen Vitalpilze bei der Vorbeugung und wenn man eigentlich gesund ist?

Ja! Vitalpilze stärken das Immunsystem und helfen Erkältungsviren, bakteriellen Infektionen, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankugen, Bluthochdruck, Allergien, Autoimmunerkrankungen und sogar Krebs vorzubeugen.

Wann und wie nehme ich Vitalpilz ein?

Am besten vor dem Essen mit reichlich Wasser einnehmen. Wenn der Magen sensibel reagiert, kann man die Dosis auch auf 2-3x pro Tag aufteilen.

Welche Nebenwirkungen haben Vitalpilze?

Eine Mykotherapie ist frei von Nebenwirkungen.
Bei einer Lebensmittelallergie auf Pilze kann eine Unverträglichkeit bestehen. Selten aber doch kann es sein, dass jemand auf Shiitake mit Hautunreinheiten reagiert, die sich dann aber wieder legen, zB. Wenn man die Dosierung anpasst.
Anfangs kann es sein, dass sich die Verdauung erst an die Pilze gewöhnen muss. Blähungen uä. legen sich in aller Regel nach einer Woche.

Woran merke ich, dass der Pilz zu wirken beginnt?

Zeichen dafür, dass die Entgiftung erfolgreich einsetzt können stärkeres Schwitzen, Farb- und Geruchsveränderungen von Urin und Stuhl oder Hautunreinheiten und -ausschläge sein. Das ist normal und auch positiv. In den allermeisten Fällen legen sich diese Anzeichen nach 3, 4 Tagen.

Haben Vitalpilze Wechselwirkungen mit Medikamenten?

Vitalpilze sind Speisepilze und haben daher keine Wechselwirkungen mit Medikamenten. Trotzdem sollte man im Fall einer Medikamenteneinnahme unbedingt mit einem Mykotherapeuten und/oder dem behandelnden Arzt sprechen.

Kann man bei Vitalpilzen überdosieren?

Nein. Eine höhere Dosis schadet nicht, hilft aber auch nicht mehr. Das Zuviel wird einfach ausgeschieden.

Warum ist Bio-Qualität bei Vitalpilzen so wichtig?

Pilze nehmen von ihrer Umgebung Schwermetalle, Pestizide und Radioaktivität auf und reichern diese an. Diese Stoffe belasten die Umwelt und unseren Körper.


Quellen:

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Anna Mandozzi

Gründerin bei Biomazing
Anna Mandozzi ist langjährige Expertin im Bio-Bereich. Die Österreicherin ist ausgebildete Juristin und besonders mit regulatorischen Eigenheiten der Bio-Branche vertraut und außerdem besonders involviert in Details in Sachen Produktion, Inhaltsstoffe, Zertifizierungen und Kultivierung im Bio-Bereich. Anna liebt Yoga, Reisen und gutes Essen.

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