Getestet: Soapwalla Deodorant Crème

Die Sicherheit von Deodorants war eines der ersten Themen der Naturkosmetik-Bewegung, und nach wie vor wird es heiss diskutiert. Anlässlich des Sommers ist das Thema Aluminium in Deo wieder in aller Munde. Dabei könnte das Raten und Fürchten schon längst vorbei sein – denn mit der Deodorant Crème von Soapwalla bleibt man frisch, trocken und gesund.


Risikofaktoren
Der am meisten diskutierte Inhaltsstoff in Zusammenhang mit Deodorants sind Aluminiumsalze. Aluminium wirkt in Deos als Antitranspirant, es verhindert also, dass die Achseln feucht werden. Das klingt zwar zunächst verlockend, ist aber für den Körper alles andere als gesund. Schwitzen ist ein natürlicher und wichtiger Entgiftungsprozess des Körpers und ein Unterdrücken dieser natürlichen Funktion kann Folgen haben. Doch damit nicht genug: Seit den 90er-Jahren häufen sich die Studien in denen Aluminium mit Alzheimer, Krebs und Östrogen-Beschwerden in Zusammenhang gebracht werden.

Auch immer wieder in den Medien sind Parabene, also Konservierungsstoffe. Die allermeisten konventionellen und auch eine Reihe an natürlichen Deodorants enthält Haltbarmacher. So wurde in einer in 2012 veröffentlichten und Aufsehen erregenden Studie nachgewiesen, dass Parabene tatsächlich Krebs verursachen können, indem sie gesunde Zellen in bösartige umwandeln. (Details dazu in unserem Glossar-Artikel zu Parabenen hier)

 

Wundermittelchen aus der Küche: Soapwalla Kitchen Deodorant Cream 

Die Inhaltsstoffliste der Soapwalla Kitchen Deodorant Cream liest sich beinah wie ein Rezept für einen Detox-Drink: Verschiedene Gemüsepulver und Tonerde die entstehenden Schweiss aufsaugen (so wie Tonerde der letzte Hype in Sachen Detox-Drinks ist!), und ätherische Öle von Lavendel, Teebaum und Pfefferminze, die antibakteriell, desinfizieren und vor allem intensiv desodorierend wirken. Alle Inhaltsstoffe werden in Lebensmittelqualität und/oder Bio-Qualität verwendet. Wie alle Produkte aus der kleinen Soapwalla-Küche in Brooklyn ist auch die Deo-Creme vegan und nicht an Tieren, dafür aber unzähligen Achselhöhlen, getestet.

 

Wer steht hinter Soapwalla?

Rachel, die Gründerin von Soapwalla, hat ihre Produkte aus Notwendigkeit heraus entwickelt. Nachdem sie mit Lupus, einer Autoimmunkrankheit, diagnostiziert wurde, suchte sie vergeblich nach sicheren und vor allem effektiven Produkten für sich selbst – und begann so Produkte selbst zu „kochen“. Zunächst standen Seifen und ein Hautserum am Programm, um die gereizte Haut zu beruhigen und zu verbessern. In 2009 gründete sie Soapwalla – und 5 Jahre später bereitet sie in ihrer Küche Produkte für die ganze Welt zu.

Rachel sagt: „Die Haut ist unser grösstes Organ und für eine optimale Funktion muss sie mit ganzheitlichen Inhaltsstoffen genährt werden. Wenn ich mich weigere etwas bestimmtes zu essen, also in meinen Körper aufzunehmen, sollte ich es ebenso wenig auf meiner Haut anwenden“.


Der Test

Ich habe die Soapwalla Deodorant Creme über ein Monat lang getestet. Wie es der glückliche Zufall wollte, war es ein sehr heisser Monat und der Härteteste mit Temperaturen von bis zu 35°C ist die Basis für mein Testergebnis.

Zugegeben, anfangs war ich etwas skeptisch. Eine Creme? Die schmiert man sich unter die Achseln und schwitzt nie wieder? Dafür aber war ich vom Geruch sofort absolut begeistert: Das Deo riecht nach eine Mischung aus Lavendel und Minze, die sehr angenehm und dezent duftet.

Vorneweg: Im Laufe des Testmonats habe ich das Eincremen immer mehr genossen und bin nun absolut überzeugt davon. Man kann Millimeter-genau bestimmen wo und wieviel Deodorant man aufragen möchte und die Creme auch so gut eincremen, dass keine lästigen Flecken auf der Kleidung zurückbleiben.

Nun zum wichtigsten Teil: Ich muss zugeben, ich schwitze sehr viel und da ich auch viel mit dem Rad unterwegs bin war es für mich immer eine Qual pitschnass und, vielleicht nicht so angenehm riechend, neben anderen zu sitzen. Dieses Problem hat sich dank Soapwalla Deodorant Creme nahezu in Luft aufgelöst. Natürlich, ich schwitze noch immer (das ist auch gut so!) und wenn die Sonne brennt und das Thermometer auf 35°C klettert hilft wohl nur noch ein kühlendes Bad. Aber selbst wenn ich bei 35 Grad mit dem Rad unterwegs bin und dabei leicht (!) schwitze, riecht es niemals unangenehm oder schlecht!
Und das ist wohl der grösste Pluspunkt der Soapwalla Deodorant Creme: Die absolut zuverlässige und langanhaltende Geruchsneutralisierung.

Was mich ausserdem überzeugt ist die Grösse des Deos: Das Döschen wirkt sehr klein und handlich, ist jedoch mit einer Mary Poppins Tasche zu vergleichen, denn es wird und wird nicht leer. Ich selbst werde mit meinem Döschen bestimmt etwa 7 Monate lang auskommen.

Fazit Die Soapwalla Deodorant Cream hat meine Erwartungen übertroffen: Wirklich ein tolles Produkt das zuverlässig selbst in Extremsituationen frisch und auch trocken/trockener hält. Für mich vor allem im Sommer ein absolutes Must-Have!

Hier haben wir die Deodorant Cream schon einmal getestet und für gut befunden.

 

Fun Fact Der Name Soapwalla „Seifenmeister“ und kommt aus dem Indischen.
Hier gibt es die Soapwalla Deodorant Creme für CHF 18.- zu kaufen.

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Johanna Graf

Die zwanzigjährige Wienerin studiert Umwelt und Bioressourcenmanagement an der Universität für Bodenkultur. Sie beschäftigt sich nicht nur in ihrem Studium mit umweltrelevanten Themen, sondern interessiert sich auch privat für gesunde und nachhaltige Ernährung. Darüber hinaus verfolgt sie mit großem Interesse die neuesten Trends in den Bereichen Naturkosmetik und Lifestyle.

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