Die Magie von Dr. Hauschka – Heilkraft und Wissenschaft

Beinah allen von uns ist die Marke Dr. Hauschka von Kindheit an ein Begriff: Bereits in Mamas oder Omas Badezimmer haben wir die eleganten Glasflaschen mit dem goldenen Streifen und dem einfachen Aufdruck gesehen, kennen den Geruch der Rosencreme vom Umarmungen oder den intensiven Duft eines der Bäder von Dr. Hauschka. Und nun, Jahre später, greifen wir selbst immer wieder zu den schlichten Tuben.


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Der Grund dafür, dass Dr. Hauschka seit so vielen Jahren erfolgreich am Markt besteht ist kein Marketingtrick, fusst nicht auf dem Nostalgiewunsch der Kunden und bedient auch nicht einzelne Trends am Markt. Der einfache Grund ist: Dr. Hauschka Kosmetik wirkt.

Aber wie? Was steckt hinter Dr. Hauschka? Was ist es, das die Produkte von Dr. Hauschka von allen anderen Naturkosmetikmarken nach wie vor abhebt?

Seit seiner Gründung in 1967 hat sich Dr. Hauschka der Herstellung von Hautpflege nach den anthroposophischen Ansätzen des Vordenkers Dr. Rudolf Steiner verschrieben. Dieser hatte bereits in 1935 das Unternehmen WALA gegründet, welches Arzneimittel auf Basis des einzigartigen Verfahren der rhythmischen Pflanzenextraktion herstellte. Der Grundgedanke für die Dr. Hauschka Kosmetik war es, eine Ergänzung zu den Arzneimitteln der WALA herzustellen. Und dies bedeutet, dass nicht nur die Arzneimittel, sondern auch die Kosmetika aus solchen Rohstoffen gewonnen werden, die den Richtlinien der biologisch-dynamischen Landwirtschaft – von Rudolf Steiner selbst entwickelt – entsprechen.

 

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Biologisch-dynamische Landwirtschaft geht über die blosse biologische Landwirtschaft hinaus: Während in der biologischen Landwirtschaft auf verschiedene Substanzen (zB. bestimmte Düngemittel) und Vorgangsweisen (zB. Käfig- und Massentierhaltung) verzichtet wird, geht die biologisch-dynamische Landwirtschaft wesentlich weiter: Wie im biologischen Anbau werden auch in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft spezielle – konkret alle – chemischen Substanzen nicht akzeptiert. Stattdessen wird der bebaute Boden mit speziellen Präparaten aus Heilpflanzen, Kiesel und Kuhdung kultiviert – auch auch: genährt. Ausserdem werden bei der Erstellung dieser Präparate, beim Anbau, für die Ernte und bei der Weiterverarbeitung die kosmischen Rhythmen des Mondes, die Mondphasen sowie die Stellung der Planeten beachtet. Auf diese Weise wird versucht den Rhythmus der Erde, aber auch den Rhythmus der Pflanzen zu respektieren und ihr Wesen sowie ihre Heilkraft damit zu kultivieren. Erzeugnisse, die nach den Richtlinien der biologisch-dynamischen Landwirtschaft gewonnen werden, entsprechen den Kriterien der Zertifizierungsstelle Demeter. Demeter-zertifizierte Lebensmittel versprechen höchste Qualität und den Hintergrund des sorgsamen Umganges mit der Erde.

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Die Idee der Kultivierung der Heilkräfte der Pflanzen sowie des Anbaus gesunder und nahrhafter Pflanzen ist ein traditionsreicher Gedanke. In den 1920-er Jahren begannen Bauern festzustellen, dass die Qualität der von ihnen angebauten Pflanzen nicht mehr jener Qualität entsprach, die sie selbst noch in ihrer Kindheit genossen hatten: Der Geschmack war weniger intensiv und die heilende Kraft der Pflanzen(-auszüge) weniger stark. Diese Beobachtungen fanden just zu dem Zeitpunkt statt, als die Massenerzeugung von Lebensmitteln sowie das Zusetzen von Chemikalien in der Landwirtschaft ihren Lauf nahmen und sich begannen zu verbreiten.

Die Denkschule der Anthroposophie (aus dem Griechischen anthropos – Mensch und sophia – Weisheit) wusste Abhilfe. Aus Sicht der Anthroposophie ist jedes Lebewesen, ob Mensch oder Pflanze, Teil eines grösseren Ganzen. Nicht nur die Natur und der Mensch in sich, sondern unsere ganze Umwelt, das ganze Universum sowie eine übermenschliche Dimension stehen in einem Gleichgewicht – und wenn diese gestört wird, leidet die Lebensqualität von uns Menschen ebenso wie die Qualität der hervorgebrachten Nahrungsmittel und Rohstoffe. Diese sind nicht nur weniger geschmackvoll, sondern auch weniger intensiv in ihrer Kraft.

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 Einen ähnlichen Ansatz vertritt übrigens auch Jean-Claude Richard, Gründer von farfalla, in einem Interview mit twist. auf die Frage, warum Pflanzen aus Wildsammlungen „besser“ währen als solche aus kultiviertem Anbau: „Mit Pflanzen verhält es sich wie mit Menschen: Ziehen Sie freiwillig in eine Wohnung mit Menschen, die Sie nicht mögen? Jeder von uns fühlt sich wohler, froher und kraftvoller, wenn man in einer Umgebung ist, die uns gut tut. Mit Pflanzen ist es genau so, sie wählen ihre Nachbarn bedacht aus: Welche Umgebung spendet genug Licht oder Schatten? Welche Pflanze lässt solche Nährstoffe im Boden, die eine andere braucht? Welche Pflanzen ziehen Tiere an, die anderen schaden oder gut tun?“.
Jean-Claude Richard sagt damit etwas Entscheidendes: Bei Heilpflanzen geht es um mehr als „nur“ ihr Wachstum, sie müssen stark und „glücklich“ sein, um ihre vollen Kräfte entwickeln zu können.

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Diese kurzen Ausschnitte geben Einblick in eine höhere Ordnung und eine Unmenge an Pflanzenwissen. Die Rohstoffe für Dr. Hauschka Kosmetik werden also nach diesen Richtlinien angebaut und geerntet.

Das aber ist nur die erste Hälfte jenes Geheimnisses, das die Erzeugnisse von Dr. Hauschka so besonders macht und von anderen Kosmetikfirmen abhebt. Die andere Hälfte ist die Verarbeitung der liebevoll gewonnen Rohstoffe: Die Verarbeitung per rhythmisiertem Verfahren. So werden Heilpflanzen haltbar gemacht ohne Alkohol zusetzen zu müssen.

 

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In rhythmisierten Verfahren, teils von Hand, teils von speziellen Maschinen, werden Heilpflanzenauszüge, Ölauszüge, Essenzen hergestellt. Für Pflanzenauszüge werden die nach den Regeln des biologisch-dynamischen Landbaus gewonnenen Heilpflanzen frisch nach der Ernte zerkleinert und während sieben Tagen in Wasser angesetzt. In dieser Zeit wirken Ruhe und Bewegung, Licht und Dunkelheit sowie Wärme und Kälte auf den Auszug. Nach Ablauf der sieben Tage wird der Auszug gepresst und die Pressung gefiltert. In manchen Fällen wird dem Auszug auch noch ein wenig jener Asche beigemengt, die beim Pressvorgang entsteht. Nun trägt der Heilpflanzenauszug das Wesen und die Kraft der Heilpflanze und ist so über Jahre haltbar.

Aus diesem Verfahren entstand auch der Name WALA: Wärme-Asche Licht-Asche.

Dieser kurze Ausschnitt in die biologisch-dynamische Landwirtschaft eröffnet eine neue Welt und erklärt viele Phänomene der Welt der Pflanzen und damit auch der heilenden Kosmetik. Und es erklärt, warum Generationen auf die Hautpflege von Dr. Hauschka schwören: Sie wirkt.

 

Hier gibt es einen Überblick über die Pflegeprodukte und die Dekorativkosmetik von Dr. Hauschka.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf www.thetwist.ch, dem Vorgänger von www.biomazing.ch

 

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Anna Baumgartner

Gründerin bei Biomazing
Anna Baumgartner ist Bio-Expertin und Social Entrepreneurin. Die Österreicherin ist ausgebildete Juristin und besonders mit regulatorischen Eigenheiten der Bio-Branche vertraut und ausserdem Expertin in Sachen Produktion, Inhaltsstoffe, Zertifizierungen und Lebensmittelunverträglichkeiten. Anna lebt als Yoga-Enthusiast und Flexitarian in Zürich.
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